Wirtschaft | B2B-Messen wichtig für den Kommunikations-Mix
Leipzig, 06.11.2012 12:08 Uhr (Wirtschaftsredaktion)
Konkurrenzdruck, Verdrängungswettbewerb und dynamische Umfeldveränderungen bestimmen die B2B-Messe von morgen. Eine Studie der HHL Leipzig Graduate School of Management und den Ausstellungs-und Messe-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft (AUMA) gibt Details.
Vorabaussage von HHL-Marketingprofessor Manfred Kirchgeorg: "Der persönliche Kontakt von Geschäftspartnern wird zukünftig eine hohe Aufwertung erfahren und deutlich stärker in den Vordergrund der Kommunikation rücken."
Von deutschen Business-to-Business-Messen (B2B-Messen) geht weltweit eine hohe Anziehungskraft auf internationale Aussteller und Besucher aus. Deutschland kann wie kein anderes Land als führende Nation der Messewirtschaft bezeichnet werden, denn seit Jahrzehnten gelten die deutschen Messeveranstalter als Weltmarktführer.
Kernfrage
Es stellt sich die Frage, welchen Stellenwert B2B-Messen zukünftig im Kommunikations-Mix der Unternehmen einnehmen werden. Wird es ihnen auch im Jahr 2020 gelingen, auf Besucherseite Interesse zu wecken, und das bei der Vielzahl an alternativen Kommunikationsformen, die sich live und virtuell einsetzen und nutzen lassen?
Negative Kriterien
Drei negativ auf die zukünftige Entwicklung der B2B-Messen sind wirtschaftspolitische Volatilitäten, gesellschaftliche und ökologische Diskontinuitäten und der Konkurrenzdruck, der durch die digitale Kommunikationsinstrumente gegenüber den etablierten Instrumenten wie den Messen entsteht.
Positive Kriterien
Zu diesen Kriterien zählen die Globalisierung, Profilierungsstrategien der Messegesellschaften, das Live-Communication Erlebnis, die integrierte Kommunikation und der Umweltschutz.
Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass das Messewesen im Jahr 2020, insbesondere im Hinblick auf B2B-Messen, durch hohen Konkurrenzdruck, Verdrängungswettbewerb und dynamische Umfeldveränderungen geprägt sein wird. Für strategische Planungen in der Messewirtschaft empfiehlt es sich, das Ausloten zukünftiger Entwicklungen zu integrieren, um ausgehend von den Erkenntnissen zeitnah und flexibel auf eintretenden Entwicklungen reagieren und entsprechend Einfluss auf diese nehmen zu können.
Fazit:
Die Ausgestaltung eines Zukunftsbilds hängt letztendlich davon ab, welche Strategie ein Messeanbieter wählt und verfolgt. Insgesamt unstrittig ist, dass der persönliche Kontakt von Geschäftspartnern zukünftig eine hohe Aufwertung erfahren und deutlich stärker in den Vordergrund der Kommunikation rücken wird.
Weitere Infos unter: http://www.auma.de/
(Quelle: HHL Leipzig Graduate School of Management)
(Bildinfo: Prof. Dr. Manfred Kirchgeorg, Inhaber des Lehrstuhls für Marketingmanagement an der HHL Leipzig Graduate School of Management und einer der Autoren der Studie "Szenarioanalyse: Messen & Live Communication 2020": „Der persönliche Kontakt von Geschäftspartnern wird zukünftig eine hohe Aufwertung erfahren und deutlich stärker in den Vordergrund der Kommunikation rücken.“ / Quelle: HHL)

Unternehmenskommunikation B2B-Messen
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