Ein Projektteam des SHaRP hat Anforderungsprofile und Schulrechtsregelungen analysiert, Schulleitungen und Lehrkräfte mit standardisierten Verfahren befragt und die Befunde in Interviews vertieft. Das Praxismagazin für Finanzthemen Onlineausgabe des Printmagazins Finanzen Markt & Meinungen.

 
 
15.02.2014 18:44 Uhr
SCHULLEITER WERDEN ZUM MANAGER

DIPF-Studie: Schulleitungen wollen gestalten doch verwalten zu viel

Frankfurt/Main, 15.02.2014 18:44 Uhr (Wirtschaftsredaktion)

Eine Unter­su­chung des Deut­schen Insti­tuts für Inter­na­tio­nale Pädago­gi­sche Forschung (DIPF) hat ergeben, dass die Schul­lei­tungen deut­lich mehr Zeit mit Verwal­tungs-und Lehr­tä­tig­keiten verbringen als mit den stra­te­gi­schen Führungs­auf­gaben in der Schul­ent­wick­lung.

Dr. Stefan Brauckmann, der Leiter des Projekts "Schulleitungshandeln zwischen erweiterten Rechten und Pflichten“ (SHaRP): "Für die Schulleitungen sind die Voraussetzungen, um den neuen Anforderungen gerecht zu werden und Schulen wirksam weiterzuentwickeln, sehr schwierig."

Hntergrund ist die Befragung von Leiterinnen und Leiter von Grundschulen und Gymnasien in sechs Bundesländern zu ihren Aufgaben und Belastungen.

Unter dem Motto "Verwalten zum Gestalten" wird derzeit die Eigenständigkeit vieler Schulen gestärkt. Davon erhofft man sich Qualitätsverbesserungen.

Ein Problem

Als Kernmotiv für das Ergreifen des Schulleiterberufs wird übergreifend der Wunsch genannt, die Schulen zu verbessern. Neben den herkömmlichen Verwaltungs- und Lehrtätigkeiten müssen die Schulleiterinnen und Schulleiter heute aber auch vermehrt neue Aufgaben der Organisations- und Personalentwicklung übernehmen und die Unterrichtskonzepte langfristig so gestalten, dass sie den externen Ergebnisstandards gerecht werden.

  • Auf die neuen Aufgaben sehen sie sich durch ihre Ausbildung nicht genügend vorbereitet.
  • Die erweiterte Schulautonomie bringt mehr Verwaltungsaufwand mit sich.
  • Die Leiterinnen und Leiter müssen weiterhin viel selbst unterrichten.
  • Die Ausstattung mit Personal und Ressourcen wird als nicht ausreichend bemängelt.
Unterschiede zwischen Gymnasien und Grundschulen: In der Gesamtbetrachtung kommt Stefan Brauckmann zu dem Schluss: „Das Berufsbild der Schulleitungen hat sich grundlegend gewandelt. Um dieser Neuausrichtung gerecht zu werden, bedarf es einer stärkeren Berücksichtigung von Leitungsaufgaben in der Lehrerbildung und einer intensiveren Vernetzung der Schulleitungen.“

Die Studie steht als pdf-Datei zur Verfügung.


(Quelle: Deutsches Institut für Internationale Pädagogische Forschung)

 

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